Marseille

Neben Paris ist sicherlich Marseille die bekannteste Stadt in Frankreich. Dies kommt nun vor allen Dingen nicht nur daher, dass Marseille selbst sehr schön ist, sondern auch weil sie Paris in wirtschaftlicher Hinsicht etwas Parole bieten kann, verfügt doch diese südfranzösische Stadt über den wichtigsten Hafen Frankreichs, der zugleich einer der größten Häfen des europäischen Mittelmeers war. Vor allen Dingen in den vergangenen Jahrzehnten war dies einer der Gründe dafür wieso sich diese Stadt in der Region Provence-Alpes-Cote d’Azur so entwickeln konnte und nun schon fast 840000 Einwohner zählt. Der Hafen mitsamt seinen unterschiedlichen Möglichkeiten schuf nämlich sehr viele Arbeitsplätze, die sich im Süden Frankreichs dann doch als sehr anziehend für die dortige Bevölkerung entwickelte. Wer jedoch in der heutigen Zeit einmal Marseille besucht und dabei auch den Hafen besichtigen möchte wird zunächst einmal nur einen modernen Containerhafen vorfinden, denn der alte, viel geschichtsträchtigere Hafen ist der Alten Hafen von Marseille der im französischen als Vieux Port bezeichnet wird. Das Besondere daran ist, dass sich dieser inzwischen zu einer echten Sehenswürdigkeit dieser Stadt entwickelt hat, denn in ihm sind immer noch viele Fischerboote zu finden was auch einer der Gründe ist wieso sich entlang dieser Hafenpromenade sehr viele und vor allen Dingen auch sehr gute Fischrestaurants finden lassen. Doch dieser Hafen ist nicht die Hauptattraktion von Marseille, sondern diese stellt ohne weiteres das Bauwerk Notre-Dame de la Garde dar. Es handelt sich hierbei um eine mittelalterliche Wallfahrtskapelle die im 19. Jahrhundert erbaut wurde und auch heute noch das Stadtbild von Marseille sehr prägt.

Besonders Fussballfans aus aller Welt werden mit der französischen Hafenstadt Marseille auch immer das Fussballstadion Stade Velodrome in Verbindung bringen, in welchen genau 60031 Zuschauer Platz finden. In der heutigen Zeit spielt vor allen Dingen der französische Erstligist Olympique Marseille in diesem Stadion, doch auch Spiele der Fussball Weltmeisterschaft 1998 und Spiele der französischen Nationalmannschaft fanden hierbei schon statt. Obwohl Frankreich mit dem Stadion Stade de France über ein noch größeres Stadion verfügt, ist das Stade Velodrome von Marseille dennoch die größte Fussballarena der ersten Liga, denn es gibt kein größeres Stadion indem ein Verein eben spielt. Das Besondere an diesem Stadion ist, dass es sich um keinerlei Neubau handelt, sondern nur um ein ausgebautes Stadion. Das Stade Velodrome wurde nämlich schon im Jahre 1937 eingeweiht mit einem damaligen Fassungsvermögen von rund 30000 Zuschauern. Doch auch die heutige Größe die mit der Sanierung und den Umbauarbeiten im Jahr 1984 erreicht wurde genügt längst nicht mehr, denn der Bürgermeister von Marseille hat zuletzt schon Pläne und Ideen für eine Erweiterung auf 80000 Zuschauer vorgestellt. Das Besondere an diesem Stadion ist, dass es in seiner Entstehungsphase auch als Radrennbahn benutzt werden konnte, denn um das Spielfeld herum wurde eine solche mit eingebaut, die jedoch im Zuge der ersten Erweiterung abgerissen wurde. Doch auch heute noch erinnern einige Bereiche daran, so deutet eben auch der französische Name Stade Velodrome auf diesen Umstand hin. Sollten sie die Möglichkeiten während des Urlaubs in Marseille ein Spiel von Olympique besuchen zu können so tun sie dies. Die Fans dieser Mannschaft gelten nämlich als sehr Stolz und Laut, weshalb eine tolle Atmosphäre jeweils im Inneren herrscht.

Während eines Aufenthalts in der südfranzösischen Hafenstadt Marseille sollte man auf jeden Fall auch die so genannte Canebiere einmal besuchen. Dies ist nun eine ehemalige Prachtstraße die ihre Hochzeiten zum Ende des 19. Jahrhunderts besaß die jedoch auch heute noch jeden Urlauber und Touristen sicherlich sehr gefallen wird. Besonders leicht ist es dagegen die rund einen Kilometer lange Canebiere zu finden, denn dieser beginnt im Alten Hafen, also am Vieux Port und schlängelt sich in Richtung der Kirche der Reformierten, der Eglise Saint Vincent de Paul, die ebenfalls als eine der Sehenswürdigkeiten von Marseille genannt werden muss. In der Vergangenheit war hierbei stets sehr viel los, doch wurde es spätestens in den 70er Jahren doch etwas ruhiger in den Straßen. Da man jedoch am Alten Hafen startet und sich etwas bergauf bewegt erhält man bei diesem Fußmarsch nicht nur die Gelegenheit die zahlreichen sehr schick anzusehenden Häuser am Straßenrand zu betrachten, sondern als Besucher von Marseille ergibt sich einem die Möglichkeiten für einen sehr schönen Panoramablick über das Meer und den alten Hafen, was im Übrigen auch immer ein sehr schönes Foto als Urlaubserinnerung ergibt. Die große Bedeutung und auch Bekanntheit der Canebiere ist jedoch ohne Zweifel der Vergangenheit geschuldet. Dort wurde sie nämlich aufgrund der vielen Geschäften und Cafes entlang von ihr immer mit dem Prachtboulevard Champs-Elysees von Paris vergleichen  und stellt man sich die Prachtstraße von Marseille einmal im Glanz vor, so ist dieser Vergleich auch keinesfalls an den Haaren herbeigezogen. Wer an ihrem Ende übrigens Marseille weiterhin zu Fuß erkunden möchte, der sollte den Boulevard Longchamp folgen, welcher sich ans Ende der Canebiere anschließt.

Der Alte Hafen von Marseille war für die Stadt schon in der Vergangenheit überaus wichtig und bedeutend. Vor allen Dingen seine Wirtschaftskraft und die in ihm geschaffenen Arbeitsplätze haben erst das nachhaltige Wachstum der südfranzösischen Küstenstadt ermöglicht, wenngleich er inzwischen durch eine neue Hafenanlage ersetzt wurde, die eben genau auf die Bedürfnisse der großen Tanken und Containerschiffe der heutigen Zeit zugeschnitten ist. Doch nichts desto trotz sollte man als Tourist in Marseille auf jeden Fall einmal den Vieux Port, so wird der Hafen in der französischen Landessprache bezeichnet, besuchen denn immerhin ist es wohl der Teil von Marseille der das idyllischte Gefühl bieten kann Dazu tragen auch zahlreiche ehemalige Werkshallen bei, die nicht wie in anderen Orten und Städten abgerissen wurden, sondern welche inzwischen von der Stadtverwaltung zu historischen Denkmälern erklärt wurden und damit unter Denkmalschutz stehen. De Hafen selbst wird heute noch von vielen Fischern als Basis genutzt, doch ein großer Teil ist inzwischen zu einem Segelhafen geworden den vor allen Dingen die gut betuchten Einwohner Marseilles sehr gerne nutzen. Man sollte jedoch nicht nur wegen des Meerblicks und dem Gefühl der Vergangenheit einen Trip in Richtung des Vieux Port unternehmen sondern auch weil man in diesem Viertel allerbestens kulinarisch verwöhnt wird. Entlang der alten Hafenpromenade haben sich nämlich inzwischen zahlreiche sehr gute Fischrestaurants angesiedelt die hierbei den frischen Fang der Fischer aufkaufen und sogleich den Gästen zum Verzehr anbieten. Sollten sie darüber hinaus noch Zeit haben, so nutzen sie auch die Möglichkeiten einer Hafenrundfahrt die sie nicht nur durch den Alten Hafen von Marseille führt, sondern auch einige Bereiche der neuen Hafenanlage ansteuern kann.

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